IP-Audio - nur ein Hype oder sinnvolles Tool?

Man könnte meinen, früher oder später wird alles IP. Zuerst vernetzte man Rechner über das Internet Protocoll und schuf damit das Internet selbst, dann kamen im Laufe der Zeit die ersten IP-Kameras für die Sicherheitstechnik auf den Markt und nun also IP-Audio. Was steckt hinter diesem Begriff und was bringt uns diese Technik bei der Absicherung von Eigenheim oder Betriebsgelände? Wie der Name vermuten lässt, werden bei IP-Audio Tonsignale über LAN oder WLAN übertragen. Im einfachsten Falle lassen sich diese Übertragungswege z. B. für eine Sirene nutzen, die eine bestehende Alarmanlage ergänzt und bei der Abwehr unerwünschter Besucher hilft. IP-Audio kann aber mehr.

Sirene? Auch, aber noch so viel mehr!

Letztendlich lässt sich über Netzwerk-Audiosysteme jede Art von Toninformation übertragen, die man gerade braucht. Ein typischer Anwendungsfall, den sicherlich jeder kennt, ist die Hintergrundmusik im Einkaufszentrum. Vorbei die Zeiten separater Audio-Leitungen, denn mit IP-Audio genügt WLAN oder die LAN-Buchse in der Nähe. Auch für die allseits bekannten Durchsagen in Kaufhäusern oder an Bahnhöfen zeichnet mittlerweile nicht selten IP-Audio verantwortlich.

Besonders interessieren uns bei AUDIVI natürlich die Anwendungsmöglichkeiten im Sicherheitsbereich, denn da gibt es einige. Stellen Sie sich vor, einen Eindringling nach dem Alarm per Netzwerkaudio direkt ansprechen zu können. Es gibt wohl kaum eine Aktion, die für mehr Effekt bei unserem unerwünschten Gast sorgen dürfte, als die direkte und zielgerichtete Live-Ansprache anstatt des bekannten Sirenentons. Ein weiterer Vorteil von IP-Audio in einer solchen Situation: Handelt es sich um einen Fehlalarm, den z. B. der eigene Mitarbeiter ausgelöst hat, lässt sich die Situation meist direkt durch das "Gespräch" mit der betreffenden Person lösen. Die Abfrage eines Codeworts oder nach dem Grund des Aufenthalts schafft hier meist Klarheit und erspart die Anfahrt von Wachdienst oder Polizei.

Mit Mikrofon noch mehr Möglichkeiten

Die Kommunikation mit der Person vor dem Lautsprecher muss übrigens nicht als Einbahnstraße erfolgen. Viele IP-Lautsprecher haben auch ein Mikrofon verbaut, was eine flüssige Unterhaltung erlaubt. Die Nutzung von Audiosignalen in der Sicherheitstechnik ist an sich nicht neu. Bereits seit vielen Jahren werden Mikrofone auch zur Alarmverifikation genutzt. Ist die Sicht bei der Überwachungskamera schlecht oder wurde erst gar keine verbaut, kann die Geräuschkulisse sehr gut Aufschluss darüber geben, ob ein ernster Auslösegrund vorliegt oder ein Fehlalarm. So ganz ohne ein Geräusch zu verursachen können nämlich auch Profis keinen Einbruch durchführen.

Sicherheit hat bekanntlich viele Gesichert und so geht es bei den Anwendungsfällen von Netzwerk-Audiosystemen nicht immer nur darum, mögliche Übeltäter im Alarmfall anzusprechen. Mitunter lebensrettend kann ein solches System werden, wenn die Überwachungskameras z. B. eine kollabierende Person erfassen oder sich ein Betriebsunfall ereignet. Hier kann es Gold wert sein, die betreffende(n) Person(en) direkt ansprechen und gezielt Hilfe verständigen zu können.

Netzwerkaudio als integriertes System mit Software

Die Zeiten, in denen ein Lautsprecher eben ein (dummer) Lautsprecher war, sind vorbei. IP-Lautsprecher lassen sich vollständig in die bestehende Netzwerk- und Alarmstruktur einbinden und auch als aktiver Bestandteil ansprechen. Sie bilden eine offene Schnittstelle und lassen sich mittels intelligenter Software steuern. Je nach Software lassen sich so bestimmte Workflows einrichten und sogar fertige Audiofiles - z. B. vorher aufgesprochene Nachrichten - hinterlegen. Die automatisierte Nachricht ist dann z. B. bei einem Bewegungsalarm eine andere als bei einem Feueralarm oder wenn am Empfang nur ein Besucher begrüßt werden soll.

Ist die digitale IP-Welt erst einmal betreten, verschwimmen die Grenzen zwischen einer reinen Gegensprechanlage, einer Alarmanlage und einer Videoüberwachung sehr schnell. Kameras können Sprachnachrichten anstoßen, der Lautsprecher kann die wahrgenommenen Geräusche aufzeichnen und die Alarmanlage versendet zusätzlich eine Hinweismail. Alles kann, nichts muss - schließlich lässt sich der Netzwerk-Lautsprecher auch direkt und alleine per Software ansteuern.

Einfache Installation

Die Standardisierung in der Netzwerktechnik macht es möglich, dass der IP-Lautsprecher sehr schnell angeschlossen ist. Die meisten modelle haben die allseits bekannte RJ45-Buchse am Gehäuse, die man einfach per Netzwerkkabel mit dem bestehenden Netzwerk koppelt. Den Rest übernimmt dann die Software. Die Stromversorgung erfolgt übrigens in den meisten Fällen gleich über das LAN-Kabel als PoE - somit wird nur ein Kabel benötigt. Bei der Wahl des Standortes für den Lautsprecher gibt es wenig Einschränkungen, da viele Modelle entsprechend "wetterfest" sind.

Sie sehen: Im Bereich Netzwerk-Audio gibt es endlose Anwendungsmöglichkeiten. Gerne berät Sie das Team von AUDIVI dazu - ein Anruf genügt!

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