Videoüberwachung im Einzelhandel

Der Einzelhandel, egal ob Kiosk oder Supermarkt, sind eigentlich seit jeher das klassische Einsatzgebiet für Überwachungskameras. Schon immer wurde dort geklaut, wo Ware verfügbar ist und schon immer war gerade dort eine Dokumentation dieser Straftaten wichtig, um die Übeltäter auch überführen zu können. Der "manuelle Weg" ist der Einsatz eines Kaufhausdetektivs und der Zugriff auf frischer Tat. Eine quasi automatische Methode ist die Aufzeichnung per Videoanlage. Gerne wird hier übrigens kombiniert: Auch Kaufhausdetektive nutzen meist ergänzend eine ordentliche Videoüberwachung, um die Reichweite zu erhöhen.

Ladendiebstahl beweisen - eine echte Herausforderung

In der Theorie hört sich die Überführung eines Ladendiebs recht einfach an. Man stellt ihn hinter der Kasse und lässt ihn die Taschen ausleeren. Was nicht auf dem Kassenband lag, wurde offensichtlich geklaut. Doch wie so oft gibt es auch hier einen eklatanten Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Wie wollen Sie beweisen, dass die Ware nicht schon beim Betreten des Ladens in der Tasche des Verdächtigen war? Der Ehrgeiz, dies im Detail aufzuklären, ist bei Polizei und Ermittlungsbehörden proportional zum Wert der entwendeten Sache. Niemand sollte erwarten, dass bei einer geklauten Flasche Schnaps oder ein paar Turnschuhen gleich umfangreiche Ermittlungen angestrengt werden.

Die Bereitschaft, auch kleineren Sachverhalten nachzugehen kann aber durchaus zunehmen, wenn die Beweislage klar ist. Hier kann eine leistungsfähige Videoüberwachung einen entscheidenden Beitrag leisten. Im Idealfall verfolgt das Kamerabild den Übeltäter nahtlos vom Einstecken der Ware bis zur Überschreitung der Kassenlinie. Dieser Fall erspart einem auch das peinliche Aufsehen, wenn man einen Verdächtigen stellt und dieser die Ware in der Zwischenzeit doch wieder zurückgelegt hat. Kann man der Polizei im Anschluss sogar eine Kopie des Videos übergeben, weil nicht nur ein Live-Bild übetragen wurde, sondern auch Aufzeichnungen vorliegen, erleichtert das den Ermittlungsbehörden die Arbeit enorm.

Videoaufzeichnung - wichtiger denn je

Ein aussagekräftiges Live-Bild der Überwachungskameras zu haben, ist mehr als hilfreich. Kein Mensch alleine kann die Fläche eines mittleren oder größeren Supermarktes umfassend überwachen. Es gibt ganz einfach zu viele "Tote Winkel" die schlecht einsehbar sind und deshalb gezielt von Dieben genutzt werden, um Ware verschwinden zu lassen. Ein Büro im Hinterraum des Geschäftes eignet sich meist sehr gut, um dort entweder einen Monitor mit durchschaltendem Live-Bild einzurichten oder um - der besseren Übersicht wegen - gleich mehrere Monitore aufzustellen.

Wir können nur dringend dazu raten, auch gleich eine Aufzeichnungseinheit vorzusehen, die die Videos auch zu Beweiszwecken speichert. Möglich ist hierbei die Aufzeichnung auf einen Netzwerkspeicher (NAS), einen separaten Videorekorder oder lokal auf einen Rechner, die über eine entsprechende Software verfügt. Bewährt haben sich wahlweise Netzwerkspeicher oder Rekorder, die die Dauerbelastung einer durchgehenden Aufzeichnung auch aushalten. Steht die Polizei dann zwecks Beweisaufnahme vor der Tür, ist ein Export der Videodaten (z. B. auf einen USB-Stick) meist recht schnell erledigt. Aufgrund der immer strengeren Datenschutzvorschriften empfiehlt es sich übrigens, nicht mehr benötigte Aufzeichnungen in regelmäßigen Abständen zu löschen. Auf das obilgatorische Hinweisschild am Eingang, dass in Ihrem Laden eine Videoaufzeichnunge erfolgt, möchten wir sicherheitshalber auch noch einmal hinweisen.

IP-Kameras im Netzwerk erleichtern die Installation

Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt: Die Standortfrage Ihrer Kameras ist einer der wichtigsten Punkte des gesamten Sicherheitskonzeptes. Nehmen Sie sich vorab ausreichend Zeit und lassen Sie in Ihre Überlegungen Dinge einfließen wie

  • Wo sind typische "Tote Winkel"?
  • Von wo aus ist eine Verkabelung am einfachsten möglich?
  • Wo vermeide ich starkes Gegenlicht?
  • Wo darf ich überhaupt filmen (welche Räume sind tabu)?

 

Steht der Standort einmal fest, erleichtern Netzwerk-Überwachungskameras die Installation erheblich. Der entscheidende Vorteil: Durch die Stromversorgung über das LAN-Kabel (PoE) benötigen Sie nur ein Kabel zur Kamera, welche Daten und Versorgungsspannung auf einmal überträgt. Da eine LAN-Verkabelung in den meisten Läden zunehmend üblich ist, lassen sich entsprechende Kameras meist auch sehr unkompliziert in das bestehende Netzwerk einklinken.

Dome Kameras oder doch was anderes?

Keine Frage: Dome Überwachungskameras sind fast schon der Klassiker wenn es um die Ladenüberwachung geht. Bei diesen Modellen ist die Linse unter einer halbrunden Kuppel untergebracht, was den Vorteil hat, dass sie frei volle 360 Grad ausgerichtet werden kann. Doch vorsicht: Es gibt zwar richtige 360-Grad-Kameras, die auch den kompletten Radius mit ihrem Bild erfassen, aber eine normale Dome Kamera erfasst jeweils nur einen Teil davon - auch wenn sie sich bei der Installation rund herum ausrichten lässt.

Weitwinkel Objektive auf diesen Dome Kameras erlauben dann aber einen enormen Erfassungsbereich. Kombiniert mit einer hohen Bildauflösung sind dann auch Zooms in das Bild möglich, ohne dass diese gleich bis zur Unerkennbarkeit aufpixelt.Gerade beim Bildwinkel, also dem Ausschnitt, den die Kamera erfassen kann, hat sich in den letzten Jahren viel getan. Neben den bereits genannten 360 Grad Kameras gibt es auch 180 Grad Kameras, die in der Lage sind, ganze Regalreihen zu überwachen.

Bei der Bauform ist man nicht unbedingt auf Dome Kameras angewiesen, aber sie haben eben auch eine sehr gefällige Erscheinung. Sie lassen sich dezent in die Decke integrieren und bieten auch bei Gewalteinwirkung  weniger Angriffsfläche als klassiche röhrenförmige Bullet Kameras.

Smarte Kameratechnik geht weiter

Überwachungskameras im Einzelhandel müssen nicht alleine der Sicherheit dienen. Wie so ziemlich alles auf diesem Planeten werden auch Sicherheitskameras immer "smarter" und liefern neben der Beweissicherung bei Einbruch, Diebstahl und Vandalismus mittlerweile auch andere interessante Einblicke. Längst nutzen großen Ketten smarte Kameratechnik bereits für die Analyse des Verhaltens ihrer Kunden. Zu welchen Tageszeiten und an welchen Wochentagen besuchen uns die meisten Kunden? Welche Regale werden am häufigsten angesteuert, welche werden gemieden? Haben wir zu lange Staus an unseren Kassen? All diese Fragen können moderne Kamerasysteme mittlerweile beantworten. Was genau dabei möglich ist, beantworten wir in einem separaten Blog Beitrag.

Sie interessieren sich für moderne Videoüberwachungssysteme? Das Team von AUDIVI berät Sie gerne und kostenlos!

Werfen Sie hier gleich einen Blick auf unsere Überwachungskameras!

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.